Viele Menschen weltweit leiden unter Schlafstörungen, die sich durch Ein- oder Durchschlafstörungen äußern, und die nicht nur die Lebensqualität massiv einschränken, sondern auch gesundheitliche Probleme hervorrufen können. So haben vielfältige Studien ergeben, dass Schlafmangel mit Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Morbus Alzheimer oder dem Burn-out-Syndrom im Zusammenhang steht. Außerdem gehen rund ein Drittel aller Unfälle auf das Konto des Schlafmangels. Schon eine einzige Stunde zu wenig Schlaf senkt unser Reaktionsvermögen.

 

Die Ursachen und auch die Ausprägungen sind dabei vielfältig. In der ICSD – der „International Classification of Sleep Disorders“, die sich speziell an Experten für Schlafstörungen richtet, sind zum Beispiel mehr als 80 verschiedene Formen beschrieben worden.

 

Von einer Schlafstörung spricht man im Allgemeinen, wenn über einen Zeitraum von vier Wochen jeweils mindestens dreimal wöchentlich der Schlaf so gestört ist, dass es zu Beeinträchtigungen wie Tagesmüdigkeit und Konzentrationsstörungen kommt.

 

In der hausärztlichen und psychotherapeutischen Praxis sind Schlafstörungen vor allem ein häufiges Thema, das als Begleitsymptom bei den unterschiedlichsten Erkrankungen auftritt. Von besonderer Wichtigkeit ist es deshalb, zu unterscheiden, ob der Schlafstörung eine organische Ursache zugrunde liegt oder ob es sich um ein psychisches Problem handelt. Insomnien werden dabei zum Beispiel oft durch belastende Ereignisse und Stress ausgelöst.