Der Leidensdruck durch Vortragsangst / Redeangst kann dabei sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Da sie nur in bestimmten Situationen auftritt, ist der Leidensdruck davon abhängig, wie oft der Klient der betreffenden Situation ausgesetzt ist, bzw. wie wichtig diese für seine aktuelle Lebenssituation ist und welche Emotionen mit ihr verbunden sind.

 

Eine gewisse Aufregung oder auch Anspannung vor einem Vortrag ist im Grunde nicht zwingend etwas Negatives. Sie sorgt im positiven Sinne oft auch dafür, dass die physische, psychische und mentale Befindlichkeit so auf den Vortrag oder das Referat eingestellt wird, dass dieser optimal gemeistert werden kann – der Adrenalinspiegel steigt, die Durchblutung des Gehirns wird gefördert, die Konzentration gesteigert und mentalen Leistungsbereitschaft aktiviert. So kann die perfekte Mischung von Anspannung und Entspannung entstehen, das dafür sorgt, dass man die optimale Leistung abrufen kann.

 

Problematisch wird es aber für den Betroffenen, wenn es nicht bei der Aufregung bleibt, sondern zu einer Angst wird. Betroffene, die die Hilfe der Hypnose suchen, schaffen es nicht, in diesem „normalen“ Bereich zu bleiben, sondern sind extrem angespannt. Das kann sich in Form von Herzklopfen, Zittern, Schwitzen, trockenem Hals und Rachen, hohem Muskeltonus, Konzentrationsstörungen oder auch einer schnellen Atmung äußern.